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Tolle Krone und starker Charakter

Matthias Kliemt und Frank Winkel zeichnen das Altenburger Premium als Bier des M

Altenburg. Matthias Kliemt stand am Tresen in der Sudhaus-Stube der Altenburger Brauerei und nahm noch einen Schluck von dem ausgezeichneten Bier. “ Das Premium ist hopfenbetont, aber trotzdem weich im Geschmack und hat eine tolle Schaumkrone, die lange stehen bleibt.

Ein echtes Premium eben“ , war sich der 44-jährige passionierte Bierliebhaber aus Dortmund sicher. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Frank Winkel zeichnete er gestern das Altenburger Premium als Bier des Monats aus.

Seit 14 Jahren existiert der Klub der Gerstensaft-Liebhaber, der laut eigenen Angaben mehr als 6000 Mitglieder zählt. „Wir wollen zeigen, dass es in Deutschland 1300Brauereien und mehr als 7000 Biersorten gibt und diese Vielfalt erlebbar machen“, sagte Matthias Klimt. Er hatte schon im Studium mit seinem Freund Frank Winkel bei der Marktforschung gearbeitet und die Bierlandschaft Deutschlands erkundet. „Theoretisch könnte man bei der Vielfalt der Sorten 19 Jahre lang jeden Tag ein anderes Bier trinken. Das ist weltweit einzigartig“, betonte Matthias Kliemt.

Doch Bier ist nicht gleich Bier und Brauerei nicht gleich Brauerei. Schließlich trete bei den überregionalen Industriebrauereien der sogenannte McDonalds-Effekt ein: Für einen Wiedererkennungswert bei den Menschen in Nord wie Süd bleiben der Geschmack flach und die Aromenvielfalt gering. „Deshalb sind die regionalen Biere hervorzuheben, die mit ihrem starken Charakter geschmacklich unverkennbar sind, als Frischeprodukt von den kurzen Vertriebswegen profitieren und Arbeitsplätze vor Ort erhalten“ , stimmte Matthias Kliemt eine Eloge auf die regionalen Brauereien an.

Dem konnte die Brauerei-Geschäftsführerin Petra Haase nur zustimmen. „Jetzt bleibt nur hoffen, dass auch mal einige Mitglieder des Klubs nach Altenburg kommen und sich die die Stadt wie die Brauerei anschauen“, sagte die Chefin, die persönlich auch das Premium lieber als das Lager trinkt. Erfahren hatten sie von der Auszeichnung erst Anfang dieses Monats, als sich Matthias Kliemt, der vor 13 Jahren auf der Berliner Biermaile auf die Braukunst aus Osttüringen stieß.

Persönlich hat der Westfale kein Lieblingsbier – dafür gebe es ja viel zu viele gute Biere. „Außerdem verfügt ein Bier über mehr als tausend Aromen, bei Wein sind es nur mehrere Hundert“ , sagt er und setzt Prioritäten. Am Ende des Jahres müssen auch Mitglieder des ProBier-Clubs entscheiden, ob das Altenburger Premium sogar zum Bier des Jahres gekürt wird.

Autor:Thomas Voigt